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Der KARATE-KAI LENZBURG, abgekürzt KKL, wurde 1969 durch die beiden Karateka Otto Zimmerli und
Rolf Hauri gegründet. Otto Zimmerli praktizierte seit 1952 Judo und begann 1963 mit Karate im Budoclub Winterthur.
Rolf Hauri hatte seinen Karate-Einstieg ebenfalls 1963 im Budoclub Winterthur. 1968/69 verschlug es die beiden Karateka
beruflich in den Aargau. In Lenzburg wurde noch im Jahre 1969 der KARATE-KAI LENZBURG gegründet.
Der KARATE-KAI LENZBURG ist ein Verein und unterscheidet sich damit gegenüber einem grossen Teil
von Karate-Schulen und -"Clubs", in denen Karate auf kommerzieller Basis betrieben wird. Die Führung des
Vereins erfolgt mit grossem Idealismus und unermüdlichem persönlichem Engagement von vielen Clubmitgliedern.
Für den administrativen Bereich ist ein 6-köpfiger Vorstand zuständig. Die technische Leitung obliegt einer
Technischen Kommission aus erfahrenen Danträgern (Dan = Meistergrad). Der Verein besteht aus rund hundert Mitgliedern,
davon über 80 Aktive im Alter zwischen 14 bis 70 Jahre. Der Anteil der Damen beträgt rund 40 %
(Zahlen & Fakten). Daneben führt der Verein seit 2001 eine eigene Jugendsektion für Jugendliche
im Alter von 9 bis 13 Jahren mit rund 40 bis 50 Teilnehmern.
Im KARATE-KAI LENZBURG wird der Stil «Shotokan» praktiziert, welcher in Europa als der
Meistverbreiteste gilt. Karate wird bei uns als «Kampfkunst» betrieben, d.h. es beschränkt sich nicht nur
auf die einseitige Dimension einer normalen Sportart. Gemäss unserem Leitbild legen wir
besonders Wert auf Toleranz, Respekt, Höflichkeit und Anstand. Gemäss unserer globalen Zielsetzung wollen wir
Karatedo praktizieren. Karatedo heisst «Weg des Karate». Dieser «Weg»-Begriff, welcher aus dem
chinesischen Taoismus abstammt und auch in vielen anderen Künsten in Japan vorkommt, meint, dass es wichtig ist,
einen Weg zielstrebig zu beschreiten und dabei Wert zu legen auf den ganzen Reifungsprozess während dieser Begehung.
Damit wird auch ausgesagt, dass Karate, welches ursprünglich zur Selbstverteidigung entwickelt wurde, ebensoviel
Gewicht auf Geisteshaltung wie auf Gesundheitsaspekte oder sportliche Leistungen legt. Lernen und Erfahren wird so als
lebenslanger Prozess verstanden.
Karate kann unabhängig vom Alter und Geschlecht begonnen werden. Ausser einem normalen, guten
Gesundheitszustand sind keine besonderen Eigenschaften notwendig. Unser Verein führt mindestens zweimal jährlich
Einführungskurse durch. Das Training basiert auf einem langen Aufbautraining, das die geistigen Elemente
wie auch den Körper schulen soll. So werden Beweglichkeit, Kraft und Dynamik, Gleichgewicht, Konzentration und
Reaktionsvermögen entwickelt, aber auch Disziplin, Willenskraft und Durchhaltevermögen, Selbstkritik und
richtige Selbsteinschätzung gefördert. Jedes Mitglied kann seinen Möglichkeiten entsprechend trainieren.
So kann Karate als Kampfkunst zum Zwecke der körperlichen und geistigen Schulung und Weiterentwicklung wie auch als
Selbstverteidigung betrieben werden.
Unser Verein hat auf nationaler Ebene ein hohes Leistungsniveau, welches die unzähligen
Wettkampferfolge belegen. Von unserem Club haben bereits über 30 Mitglieder den
«Schwarzgürtel» (Meistergrad, Dan-Grad) erreicht. Der Trainingsunterricht wird unter der Verantwortung der Technischen Kommission
von einem ausgewiesenen Trainerteam (Team Breitensport, Team Jugend) mit einer fundierten Ausbildung erteilt. Die meisten Trainer haben einen J+S-Leiter-Ausweis. Mehrere Trainer haben
langjährige Karatepraxis, Wettkampf- und Ausbildnererfahrung, besitzen teilweise Trainerdiplome des Verbandes und sind sogar als Trainer Qualitop-zertifiziert.
Neben dem Training bietet unser Verein zahlreiche weitere Vereinsaktivitäten an.
Mit der Ehrenmitgliedschaft des KARATE-KAI LENZBURG werden Mitglieder ausgezeichnet, welche hohe Verdienste durch ihre Arbeit und Engagement im Verein
selbst wie auch als Repräsentant des Vereins nach aussen auf regionaler, nationaler oder sogar internationaler Ebene erworben haben.
Die Ehrenmitgliedschaft wurde bisher verliehen an:
| | - | Otto Zimmerli | 1979 |
| | - | Rolf Hauri | 1979 |
| | - | Peter Buhofer | 1986 |
| | - | Othmar Jörg | 1986 |
| | - | Sämi Barac | 1993 |
| | - | Halit Cevik | 2006 |
| | - | Stephan Läuchli | 2008 |
| | - | Eva Hauser | 2009 |
| | - | Manuel Boza | 2010 |
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